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View Full Version : Drucken mit Revit


Mangrove
09.04.2007, 22:24
Hallo,

Hat irgendjemand genaue Erklärungen für das Drucken mit Revit ?

Wir versuchen gerade in unserem Büro A0 Blätter auf einem HP 800 auszudrucken und das ganze geht verdammt langsam !

Nach dem ersten Blatt (Grundrisse und JPG Bilder, also gerastert) muß man geschlagene 20 min warten bis der Plotter das Blatt ausgespuckt hat um ein neues zu Plotten. Wenn man währdendessen versucht ein neues Blatt auszudrucken braucht Revit für seine Berechnungen so lange bis das gerade zu druckende Blatt fertig ist. Das heißt ca. 1 und 1/2 stunden um 3 A0 Blätter auszudrucken.

All das ist relativ schwierig wenn man unter Zeitdruckt arbeitet und einen Wettbewerb zeitgerecht abgeben muß.

Freue mich über alle Erfahrungen und Anregungen zu diesem Thema

Mfg

Mangrove

P.S. Hier noch ein Link zu dem Thema Workflow und arbeitsgeschwindigkeit auf CAD.DE welches ich iniziert habe. Ich würde mich auch hier über eure Anregungen freuen :

http://ww3.cad.de/foren/ubb/Forum329/HTML/000383.shtml

Stefan Schrenk l BuildingTools
10.04.2007, 00:22
Revit unterscheidet grundsätzlich zwischen Vektorverarbeitung (geht in die Richtung tradtionelle CAD-Linienzeichnung) und Rasterverarbeitung (geht in die Richtung Großformatdruck - LFP):
Die Vektorverarbeitungszeiten sind unterschiedlich, je nach der Anzahl und Komplexität verarbeiteter Ansichten.
Bei Rastern hängt die Geschwindigkeit von den zu druckenden Ansichten und dem Grafikanteil des Ausdrucks ab. Die Vektorverarbeitung erstellt normalerweise wesentlich kleinere Druckdateien als die Rasterverarbeitung. Sobald Schattenwurf mit Transparenz und Co ins Spiel kommen muß Revit aufgrund der Grafikanforderungen (z.B. Glasdarstellungen) rastern!

Warum? Beispiel? Z.B. bei Modellen mit Glas wird das Glas im Ansichtsmodus "Verdeckte Linie" mit Rasterverarbeitung korrekt gedruckt, im Vektorverarbeitungsmodus jedoch mit trübem Glas
Kurzum: sobald Schatten und Renderings im Spiel sind, wird der Ausdruck dem eines großformatigen Bildes gleich. Und eine halbe Stunde für ein A0-Bild ist absolut ok.

Jedoch: nachdem der Rechner gerendert hat, kommt dann der Speicher und die Qualität der Rasterverarbeitung des Großformatdruckers in Spiel. Dies sind u.a. auch die Gründe warum es z.B. den 800er als PS (Postscript) Ausführung gibt oder warum es allgemein Plotter in verschiedenen Ausführungen gibt.

Tipp: stell' mal die Qualität im Druckdialog bei der Rasterverarbeitung eine Stufe tiefer, denn die Rasterqualität bestimmt die Auflösung der Rasterdaten, die zum Drucker gesendet werden. Je höher die Qualität, desto länger die Druckzeit. Und meist sieht man den Unterschied zwischen (Mittel,) Hoch und Präsentation nicht.

Mangrove
10.04.2007, 10:03
Danke,

Deine Erklärung ist sehr klar, was ich trotzdem bemängle ist, daß wenn auf einem Blatt nur ein Bild ist und und Grundrisse im Ansichtsmodus "Verdeckte Linie" trotdem gerastert wird. AutoCad schafft es da in HPGL/2 sehr schnell zu drucken.

Danke für deine Mühe

Mangrove

Marcel
11.04.2007, 09:56
Hallo

Ein Kunde von uns hatte auch mal das Problem mit Datenverlust bei schattierten Ansichten.

Aus meiner Erfahrung genügt das wählen des entsprechenden Verfahrens aus Revit alleine nicht. Ich muss auch 2 verschiedene Drucker (Treiber) installieren. Einen für Vektorgrafiken (HPGL) und einen für Raster. Die ich dann je nach Verfahren entsprechend anwähle. Aber das war bei enem HP 500er.

Stefan Schrenk l BuildingTools
11.04.2007, 15:57
Hi,

der HP DesignJet 500er ist bzw. war auch ein gutes Beispiel für den Unterschied zwischen Plotter und Plotter:
Standardmäßig wurde das Ding ausgeliefert mit 32 MB ohne HPGL/2 Karte. Plotten (Vektordaten) via HPGL ging erstmal nicht! (Grüße vom Software-Support! Uff!)

Um A0 Pläne ausplotten zu können, mußte dann erst die HPGL2-Karte und die volle Speichererweiterung nachgekauft werden. Das Ding war erstmal nichts anderes als ein großer Tintenstrahldrucker ...

Aktuell ist die Karte im Lieferumfang enthalten. ;-)